3 der wichtigsten philosophischen Gedanken

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Worüber Sokrates, Kant und Heidegger so grübelten

 
In diesem Artikel soll es um drei der wichtigsten philosophischen Gedanken gehen.

In der Philosophie gab es immer wieder Ideen, die mit vielem, was davor war, brachen, und das Denken auf ein neues Fundament stellten oder zumindest stellen wollten.

Drei davon werden wir uns hier näher ansehen.

Warum drei?

Weil drei fürs erste einmal genug sind.

Und warum diese drei?

Weil ich keinen Blödsinn erzählen möchte und ich dir daher drei Stück näherbringe, mit denen ich mich schon intensiver beschäftigt habe.

Fangen wir also an …
 

3 der wichtigsten philosophischen Gedanken

 

1. „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

 
Fast jeder hat diesen Satz schon einmal gehört. Aber Vorsicht: Es ist falsch zu behaupten, Sokrates habe genau diesen Wortlaut von sich gegeben.

Denn erstens hat Sokrates nichts Schriftliches hinterlassen.

Und zweitens schreibt weder sein Schüler Platon – dank dessen Dialoge wir am meisten von Sokrates wissen – noch irgendein anderer antiker Denker, dass Sokrates diese Worte je so gebraucht hätte.

Dennoch weist der Satz, so wie wir ihn kennen, auf einen revolutionären Gedanken in der Geschichte des Denkens hin.

Sokrates, ein nervender Held …

Sokrates trieb im Athen des fünften vorchristlichen Jahrhunderts sein Unwesen. In einer Zeit während der die Demokratie der alten Athener ihre goldenen Tage hatte. Es blieb also – dank des Friedens – genügend Zeit zu denken. Sokrates nützte diese und nützte sie auch, um seinen Mitbewohnern ordentlich auf den Sack zu gehen.

Er verwickelte seine Zeitgenossen in tiefgründige Gespräche und wollte von ihnen wissen, was zum Beispiel die damals so hoch gehandelten Werte der „Tapferkeit“ oder „Gerechtigkeit“ bedeuteten. Er gab sich jedoch niemals mit einer Definition zufrieden. Jedes Mal konnte er Lücken in der Stichhaltigkeit der Argumentationen seiner Gesprächspartner finden, jedes Mal endeten seine Befragungen in einer so genannten „Aporie“. Einem ausweglosen widersprüchlichen Ergebnis.

Sokrates vor Gericht …

Der unangepasste, schillernde Sokrates wurde eines Tages schließlich verurteilt.

Man warf ihm vor gesetzeswidrig zu handeln. Erstens glaube er nicht an die Götter und zweitens verderbe er die Jugend, die seine Methode des Zweifelns teilweise kopierte.

Er musste sich vor Gericht verteidigen, wovon die von Platon im Nachhinein verfasste „Apologie des Sokrates“ zeugt.

Sokrates beschreibt dort unter anderem, wie ihm seine Methode des fragenden Nachforschens Zorn eingebracht habe. Er legt dar, dass er selbst zwar nicht viel weiß, jedoch immerhin mehr, als jeder andere, denn er wisse zumindest, dass ihm ein über jeden Zweifel erhabenes Wissen fehle. Dies gestehe sich außer ihm keiner ein, was ihn weiser mache, als alle anderen.

Wegen diesen Behauptungen in der Apologie ist ihm dann später der Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ in den Mund gelegt worden.

Weshalb ist Sokrates Erkenntnis so bedeutend in der Philosophiegeschichte?

Sokrates vollbrachte durch sein auf das eigene Denken selbstreflektierte Fragen und das Eingeständnis, dass wir viel weniger wissen, als wir glauben, etwas ganz Neues. Er stellte den Menschen und dessen denkerischen Fähigkeiten in den Mittelpunkt der Philosophie. Er brachte die Philosophie vom Himmel auf die Erde, wie Cicero es später ausdrückte.

Die Denker vor ihm hatten sich nämlich mit dem Kosmos und den Dingen darin beschäftigt, während sie der Mensch selbst nur wenig interessierte.

Weil Sokrates durch seine Konzentration auf den Menschen selbst und das Aufzeigen der Zerbrechlichkeit des vermeintlichen Wissens einen so großen Einschnitt in der Philosophiegeschichte darstellt, nennt man heute alle Denker vor ihm „Vorsokratiker“.
 

2. Die „kopernikanische Wende“ durch Kant

 
Wir verlassen Sokrates und sein schönes Athen (Ach ja, übrigens wurde er zum Tode verurteilt, entschloss sich gegen das ihm angebotene Exil und wählte den Gifttod – doch das ist eine andere Geschichte), überspringen mehrere Jahrhunderte und besuchen Immanuel Kant.

Ein Leichtes, ihn zu finden, verbrachte er doch tatsächlich die Gesamtheit seiner 80 Lebensjahre in und um das deutsche Königsberg.

Dort spielt also unsere nächste Episode, in der es um die „kopernikanische Wende“ von Kant gehen soll.

Kant räumt auf …

Die kopernikanische Wende in der Astronomie ist uns bekannt. Seit Kopernikus Veröffentlichungen dreht sich nicht mehr die Sonne um die Erde sondern die Erde um die Sonne. Natürlich war das auch schon davor der Fall, doch Kopernikus ebnete dieser Wahrheit den Weg. Sie musste dann zwar noch Jahrhunderte um ihre volle Anerkennung kämpfen, ist heute aber endlich selbstverständlich.

Seit Kant drehen sich auch in der Philosophie die Dinge anders als zuvor.

Er behauptet in einem der – wenn nicht DEM – wichtigsten Werk der Philosophie der Neuzeit, der „Kritik der reinen Vernunft“, dass alle bisherigen Philosophen am Irrweg waren. Diese hatten in Jahrhunderten auf der Suche nach Erkenntnis verschiedenste Theorien aufgestellt über die Objekte in der Welt und deren Zusammenhänge. Kant geht jedoch einen Schritt zurück, um ganz neu zu beginnen.

Er fragt zuallererst, inwiefern uns Menschen Erkenntnis überhaupt möglich ist. Er fragt nach – und diese Formulierung muss jeder Philosophiestudent immer parat haben – den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis.

Nicht mehr die Objekte, die rezeptiv und passiv vom Subjekt erkannt werden sollen, stehen im Mittelpunkt, sondern das Erkenntnisvermögen des Subjekts selbst.

Somit ist die kopernikanische Wende der Philosophie auch schon vollzogen;

Während man bisher annahm, die Erkenntnis müsse sich nach den Objekten richten, sagt Kant nun: “Nein, nein, die Objekte (oder Gegenstände) müssen sich nach der Erkenntnis des Subjekts richten!“.

Die eigenartige Konsequenz daraus …

Kant kommt in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ also zu dem Schluss, dass wir Menschen durch unser Erkenntnisvermögen den Input von außen (= die Objekte) verformen.

Daraus folgt die für den Alltagsverstand eigenartige Konsequenz, dass wir nie wissen können, wie die Objekte in der Welt wirklich sind, sondern nur, wie sie uns erscheinen.

Kant führt deshalb das Begriffspaar „Ding an sich“ und „Erscheinung“ ein. Der Bildschirm deines Computers (oder deines Smartphones), den du gerade vor dir hast, ist, so wie du ihn wahrnimmst, eine „Erscheinung“. Wie dieser Bildschirm jedoch tatsächlich und für sich aussieht (= als „Ding an sich“) wissen wir nicht und werden wir nie wissen.

Man spricht hier auch von Kants „Dualismus“, der die Welt in eine Welt der Erscheinungen und eine Welt der Dinge an sich aufspaltet. Daraus wiederum entstehen interessante Möglichkeiten, Erkenntnis aber auch Ethik neu zu denken. Ebenso aber genau so viele neue Probleme.

All diesen Konsequenzen können wir uns hoffentlich irgendwann einmal intensiver widmen, sobald die Grundlagen sitzen.

Kant und immer wieder Kant …

Fakt ist, dass Kant mit seinen Behauptungen die Philosophie der Neuzeit revolutioniert hat, wie kaum ein anderer, und man in fast jeder philosophischen Arbeit, sei sie auch noch so kurz, eine Fußnote zu ihm findet. Was natürlich nicht heißt, dass er mit allem recht hatte. Philosophie bleibt immer kontrovers und eine überbordende Anzahl an Fußnoten hat noch keine Behauptung wahrgemacht.

Wörtlich hat Kant sein Tun übrigens nie als „kopernikanische Wende“ bezeichnet, sondern nur einen Vergleich mit dieser bemüht. Ähnlich wie Sokrates den Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ nie nachweislich so gesagt hat. Man sieht hier, dass auch die Wissenschaft – wie jeder andere Lebensbereich – zur Mythenbildung neigt.
 

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3. Heidegger und die „Seinsvergessenheit“

 
Vorweg: Ja, Heidegger ist doppelt problematisch. Erstens weil seine philosophischen Gedanken oft ins Dichterische abgleiten und dunkel bleiben. Zweitens weil er während seines Lebens kurz unmittelbar in den Nationalsozialismus verwickelt war und in seinen sogenannten „Schwarzen Heften“ Hinweise darauf zu finden sind, dass dies nicht bloß eine zwischenzeitliche gedankliche „Verwirrung“ war.

Beide Themen sind spannend, kontrovers und komplex. Ich werde sie hier aber nicht weiter behandeln sondern mich dem Teil seines Werkes widmen, der Geschichte schrieb.

Der Unterschied zwischen Sein und Seiendem

Sokrates brach in seinem Denken mit der Tradition.

Kant ebenso.

Und auch Heidegger wollte neu denken und warf den über 2500 Jahren Philosophie vor ihm vor, etwas Essentielles vergessen zu haben.

Was hatte man vergessen?

Denken wir noch einmal an Kant und die Objekte in der Welt zurück, die er, aber auch die vielen Philosophen vor ihm, erkennen wollte. Heidegger zeigt auf, dass die Philosophie stets nur an diesen Objekten interessiert gewesen wäre, an dem „Seienden“, wie er sie nennt. Gleichzeitig hätte sie aber auf das „Sein“ selbst vergessen.

Sein und Seiendes sind also nicht dasselbe, wenn auch voneinander abhängig.

Wenn die Objekte in der Welt also Seiendes sind, was ist dann das Sein?

Wir haben den Sinn des Seins vergessen …

Als wäre für einen Menschen, der sich kaum mit philosophischen Problemen beschäftigt, die Unterscheidung zwischen Sein und Seiendem nicht genug, führt Heidegger noch ein drittes ein – das „Dasein“.

Dieses Dasein (eine spezielle Form von Seiendem) ist der Mensch. Und auf dieses Dasein konzentriert er sich in seinem frühen Hauptwerk „Sein und Zeit“ (1927), das in der akademischen Philosophie wie eine Bombe einschlug.

Dem Dasein – also dem Menschen – unterstellt Heidegger träge Konformität. Die Gesamtheit der Menschen wäre einem „Man“ verfallen. Er schreibt:

„Wir genießen und vergnügen uns, wie man genießt; wir lesen, sehen und urteilen über Kunst, wie man sieht und urteilt; wir ziehen uns aber auch vom ‚großen Haufen‘ zurück, wie man sich zurückzieht; wir finden ‚empörend‘, was man empörend findet. Das Man, das kein bestimmtes ist und das Alle, obzwar nicht als Summe, sind, schreibt die Seinsart der Alltäglichkeit vor.“
(Heidegger 1978: 169)

Heidegger wertet, wie man hier sehen kann, das Dasein und somit den Menschen ziemlich ab. Warum? Weil er nur noch mit der Masse geht und lebt und auf das Sein selbst vergessen hat. Weil er vergessen hat zu fragen, was es überhaupt bedeutet, dass er ist. Weil wir nicht (mehr?) wissen, was der Sinn des Seins ist.

Die Angst als Erlöser …

Nur die Angst kann uns hier helfen. Die Angst vor dem Tode.

Heidegger meint, dass wir nur in Momenten der Angst und mit der möglichen Endlichkeit unseres Lebens vor Augen begreifen oder zumindest erahnen können, was es heißt, zu sein.

Und was heißt es nun, zu sein?

In gewisser Weise mögen diese allgemein gehaltenen Ausführungen zu Heideggers revolutionären Thesen im frühen 20.Jahrhundert banal wirken.

Sagt er nicht bloß, dass die Menschen ihre Individualität aufgeben, es sich in der Masse gemütlich machen und die meisten erst dann zur Besinnung kommen, wenn ihnen ihre eigene Endlichkeit bewusst wird?

In gewisser Weise ja, doch das Spannende ist nun, wie Heidegger sein gesamtes Leben lang mit dem Begriff des Seins und damit der Frage nach dem Sinn des Seins gerungen hat.

Während in seinem Frühwerk noch das Dasein (der Mensch) im Mittelpunkt steht um von ihm aus das Sein selbst zu begreifen, wechselt er später den zentralen Ausgangspunkt. Nach der sogenannten „Kehre“ in seinem Denken steht das Sein selbst im Zentrum und von ihm ausgehend wird das Dasein erklärt.

Das für mich Faszinierende an Heidegger ist, der Entwicklung seines Denkens zu folgen:

Ich tauche in dieses ein durch eine fürs erste verstörend wirkende Feststellung (Sein ungleich Seiendes ungleich Dasein), verstehe langsam, was er damit meint und wo er hin will. Ich folge seiner Analyse des Menschen und finde viel Wahres darin. Ich bin gespannt, wie er sodann zum Erklären des Seins selbst kommen will und kann plötzlich die Probleme nachvollziehen, die damit entstehen. Ich bin teilweise begeistert von seinen Versuchen, dem Sein näherzukommen, teilweise irritiert und teilweise verstehe ich gar nichts mehr. Er ändert den Standpunkt, kämpft mit Begriffen oder wird phasenweise mehr zu einem Dichter als einem klar argumentierenden und formulierenden Philosophen. ABER: Ich bleibe ihm treu, denn die Spirale, in der er mich aufsteigen lässt in die Nähe des Seins, schraubt mich immer weiter hinauf.

Komme ich dann nach zwei, drei Stunden Heidegger wieder zurück in den Alltag, weiß ich nicht mehr so genau, wo ich gerade war mit meinen Gedanken. Nur dass es sich gut anfühlte und dass die Zeit, auch wenn ich vielleicht nicht genau sagen kann warum, auf keinen Fall verschwendet war.

 

Welcher dieser drei Gedankengänge verblüfft dich am meisten? Über welchen dieser drei Denker würdest du gerne mehr erfahren? Was hältst du von ihren Ideen und Methoden?
– In der Kommentarspalte unter diesem Artikel hast du genügend Platz, um all deine Gedanken zu diesem Blogpost mitzuteilen. Ich würde mich freuen, wenn du dies tust!

 

3 der wichtigsten philosophischen Gedanken
Foto: Luca Baggio

Blogartikel veröffentlicht am 16.1.2017

Quelle: Heidegger, Martin (1978): Sein und Zeit. GA 2. Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann.
 

8 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. von johanna

    lieber Philipp, erstmal danke für die denkanregungen und überaus guten Erklärungen. aber drei philosophen sind fürs erste für einen Anfänger wie mich eine Überforderung. daher ist dein fragenkatalog, der durchaus mehr und detailliertere fragen enthalten könnte, sehr hilfreich.
    also am meisten beeindruckt mich Sokrates.in einer zeit der Mythen, in der die meisten menschen nicht lesen und schreiben konnten, seine denkweise ohne furcht unter das Volk zu bringen und dieses bestärkte den eigenen verstand zu gebrauchen zeigt doch wie überzeugt er von den denkerischen Fähigkeiten jedes einzelnen menschen war. da ich gerne Romane des frühen mittelalters lese (bin über Anregungen für neuen Lesestoff dankbar)erfahre ich immer wieder wie fest sich überliefertes hält und wie froh „die mächtigen“ überhaupt der clerus darüber ist, dass menschen nicht ihren verstand gebrauchen.
    ja und mehr erfahren würd ich noch gern über Heidegger, wenn es so gut aufbereitet ist wie dieses mal. wer ist schon gerne nur „man“ – aber da fällt mir ein dass ich das eine oder andere mal doch gern im „man“ verschwunden bin.
    bis bald

    • von Gedankennomade

      Liebe Johanna,

      Danke für dein Lob. Die Fragen kann ich gerne noch detaillierter gestalten, wenn es dabei hilft, das davor Gelesene zu prüfen und somit vielleicht auch besser zu behalten. Vielen Dank für den Tipp.

      Sokrates war auf jeden Fall eine einschneidende Persönlichkeit in der Geistesgeschichte. Und er war mutig. Genau aus dem Grund, den du anführst, aber auch die Überlieferungen über seine letzten Stunden zeigen, dass er nichts fürchtete, auch nicht den Tod.

      Bei Romanen des frühen Mittelalters (oder besser ÜBER das frühe Mittelalter) bin ich nicht wirklich am Laufenden. Aber vielleicht kannst DU MIR da ein paar Tipps geben, welche Bücher hier lesenswert wären?

      Ins „Man“ fällt wohl fast jeder von uns zu oft hinein. Und es ist ja auch wirklich gemütlich dort. Wenn man sich über diesen Zug von uns Menschen allerdings bewusst ist, ist das schon mal ein erster Schritt, um immer wieder von dort wegzukommen, was, für mich persönlich zumindest, erstrebenswert erscheint.

      Schönen Tag,
      bis bald,
      Philipp

  2. Hallo Philipp,
    mir gefällt Sokrates und dass für ihn Philosophie eine „Methode des Zweifelns“ war. Das spricht mich sofort an.
    Zweifel an dem was ein anderer sagt oder denkt ist immer gut, denn nur durch die eigenen Erfahrungen kann ich auch eigene Erkenntnisse gewinnen.
    Heidegger ist mir sofort unsympathisch obwohl ich dein Gefühl trotzdem irgendwie verstehen kann … 😉
    Mich würden auch alle anderen Philosophen interessieren. So aufbereitet wie von dir ist es mir eine Freude darüber zu lesen… mein Sprachwissen reicht meistens nicht aus, um die Original-Texte zu verstehen. Da bleiben mir nur die Zitate, die mich berühren und alles sagen was ich nicht in Worte fassen kann.
    Eine Seite wie deine ist da ein echtes Goldstück.
    Danke dafür!
    Bis bald,
    Irene

  3. von Gedankennomade

    Hi Irene,

    Danke für dein langes Kommentar.

    Ja, das Zweifeln ist sicher wichtig. Wobei so extreme Zweifler manchmal auch ganz schön nerven können, also jene Menschen, die einfach nur des Widersprechens wegen widersprechen, findest du nicht?

    Wieso ist dir Heidegger sofort unsympathisch, kannst du das beschreiben?

    Okay, ALLE ANDEREN Philosophen würden dich interessieren. Na dann hab ich ja was zu tun die nächsten Monate 😉

    Dein Sprachwissen reicht nicht aus? Wie meinst du das?

    Vielen Dank für dein Lob, das spornt an, weiterzumachen!

    Bis bald,
    Philipp

    • Hallo Philipp,
      natürlich ist alles was extrem wird nervig … und besonders wer aus Angst widerspricht und nicht wegen eigener Zweifel. Zweifel heisst für mich, weil ich selbst eine andere Erfahrung gemacht habe oder etwas anderes für möglich halte.

      Wobei ich gleich zu Heidegger komme und warum er mir unsympathisch ist. Weil ich finde, dass Angst nicht zu Erkenntnissen führt, sondern nur noch mehr Unsicherheit fördert und blockiert. Auch die Angst vor dem Tod ist sicher keine Erlösung. Der Tod ist ein Lehrer, der uns bewusst macht, dass jeder Tag zählt und wir jeden Tag neu beginnen können. Das wir vorsichtig sein sollen aber trotzdem neue Erfahrungen machen müssen um zu wachsen.
      Mein Wissen über Sprache reicht eben oft nicht aus, etwas so zu beschreiben, dass andere es verstehen 😉
      Danke und bis bald,
      Irene

      P.S. Schade, dass ich keine Email bekomme wenn du antwortest… aber ich schau wieder vorbei 🙂

  4. von Gedankennomade

    Hallo Irene,

    zuerst zu deinem PS: Die Emailfunktion versuche ich gerade einzubauen. Aber bin noch kein WordPress-Profi. Hast Recht, die wäre sehr wichtig!

    Ja aber genau so könnte man auch Heideggers Sicht der Angst vor dem Tode interpretieren. Dass diese Angst ein Lehrer ist und einen dieser Lehrer aus dem Man befreit. Also eigentlich sagt ihr beide etwa dasselbe. SO unsympathisch sollte er dir dann nicht mehr sein. 🙂

    Reicht dein Sprachwissen jetzt nicht aus, um philosophische Werke zu verstehen oder um etwas so zu beschreiben, dass es andere verstehen? Das sind zwei unterschiedliche Dinge! Und ich würde mich da nicht gleich so positionieren. Es gibt viel philosophische Primärtexte, die ganz gut verständlich sind, auch für „Laien“!

    Bis bald,
    Philipp

    • Hallo Philipp,
      vielleicht werde ich mal was von Heidegger lesen 😉 Die Interpretation ist ja aber gerade das was ihn für mich unsympathisch macht, ich stimme da nicht überein mit dem wie er es sagt und so ist das ja auch gut… denn das verstehe ich unter Philosophie … einer sagt was und jeder interpretiert es für sich so individuell wie ein Fingerabdruck – wobei ich mich jetzt fühle wir Reich-Ranicki :-))))
      Jedenfalls freue ich mich schon, wenn du weitere Philosophen vorstellst und erzählst worüber die so gegrübelt haben 🙂
      Neue Beiträge verteilst du sicher mit deinem „Newsletter“ oder?
      Bis bald,
      Irene

  5. von Gedankennomade

    Hi Irene,

    Was dir sympathisch ist und was nicht, dass entscheidest natürlich nur du selbst und sonst keiner.

    Und ja, sobald es Neues gibt, kriegst du eine Benachrichtigung darüber im Newsletter.

    Bis bald,
    Philipp

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