Helge Timmerberg: „Die rote Olivetti“

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Ein kiffender, abenteuerlustiger, schreibender Nomade in den fetten Jahren des Print-Journalismus

 
Zum ersten Mal war’s hier länger still.

Anfangs viel zu tun, dann wieder einmal das Land gewechselt …

Mein Ohr und den Rest meines Kadavers lieh ich für ein paar Wochen nicht den großen Denkern sondern vermehrt dem Leben. Und das ist nicht weiter schlimm, denn ein echter Philosoph muss nicht nur Bücher fressen sondern auch leben, will er sich selbst und den Lauf der Dinge besser verstehen und anderen darüber berichten.

Um wieder zurückzufinden zur Blog-Routine brauchte ich etwas leicht Bekömmliches.

Keinen nüchternen Aristoteles, keinen detailverliebten Montaigne und auch keinen düsteren Heidegger.

Gut, dass schon ein anderer länger in meinem Zimmer rumlag und darauf wartete, mir seine Geschichte zu erzählen …
 

Helge Timmerberg und die „Rote Olivetti“

 
Ein gewisser Herr Timmerberg lag dort unter meinem Bett. Versteckt und verstaubt zwischen Reclam-Büchlein, Volleyball-Statistiken, benutzten Taschentüchern und halbleeren Kaffeetassen, die gefährliche belgische Insekten anlockten.

Ich hievte den Timmerberg auf mein Bett, entstaubte ihn und entschuldigte mich erst einmal, dass ich ihn dort so lange dahinvegetieren hatte lassen.

Da der mittlerweile 67-Jährige gute Mann bereits viel mehr überlebt hat als ein paar Wochen im Staub umgeben von tödlichen Hausspinnen und dem nächtlichen Schnarchen eines Bloggers, war er mir nicht weiter böse.

Ich öffnete ihn und er begann sogleich, mir von seinen besten Jahren zu berichten …
 

“Geh nach Hause und werde Journalist“

 
Diese Worte stehen am Ende des ersten Kapitels von Timmerbergs Autobiografie, welche von den 30 Jahren handelt, in denen er Journalismus machte.

Bereits mit 17 trampt er erstmals nach Indien um dort von einer körperlosen Stimme den Befehl in der Überschrift zu bekommen. So fährt er also von Indien zurück nach Bielefeld und wird Journalist bei der „Neuen Westfälischen“. Nach einer kurzen Zwischenstation als Chef eines vegetarischen Restaurants, das er nach einer kurzen Welle des Erfolgs in den Sand setzt, heuert er in der nächsten Redaktion an, diesmal bei der „Wolfenbütteler Zeitung“. Schließlich wagt er den Absprung vom Lokaljournalismus und versucht sich beim „Stern“. Auch hier setzt er sich durch. – Der Startschuss zu seiner ganz großen Laufbahn, die ihn zu einem der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen (Reise-)Journalisten der 80er und 90er Jahre machen sollte.

Und nun wird das Buch richtig gut.

Der „Stern“ war damals das Magazin, zu dem jeder Schreiberling wollte. Die Honorare für Stories waren unerhört hoch, Spesen für die Recherche spielten keine Rolle und für fast jede Geschichte wurde parallel eine alternative produziert. Am Ende wählte Chefredakteur Henri Nannen das, was für die Gesamtkomposition am besten passte. So fiel auch einmal ein hart erschriebener Artikel Timmerbergs für die alternative Reportage aus dem Heft. Bezahlt wurde er trotzdem. Der „Stern“ warf das Geld beim Fenster raus und Timmerberg fing es breit grinsend auf …
 

“Fear and Loathing in Las Vegas“

 
Doch ein großes Problem – neben den nervenden Fotografen, die er für seine Stories brauchte – hatte er beim „Stern“. Es war die Humorlosigkeit des Magazins. Auf die Frage des Chefredakteurs Nannen, wie es ihm beim „Stern“ gefalle, antwortete Timmerberg:

„Sehr gut, Her Nannen, toller Laden. Es gibt nur ein Problem. Mir werden hier dauernd die Witze rausgestrichen.“
Henri Nannen lächelte wie ein Krokodil. „Witze gehören auf die Seite 13.“
Hatte der legendäre Gründer des Stern recht damit? Witze gehören auf die Witzeseite? Nimmt der Humor dem Journalismus die Glaubhaftigkeit? In Deutschland vielleicht. In England nicht. In Frankreich auch nicht. Was ist mit uns los? Warum gilt Humor bei uns als unjournalistisch? Ist er wirklich ein Feind jeder wichtigen Nachricht, weil er von dem Weg zur Wahrheit ablenkt? Warum, um Gottes willen, glauben wir das, und nicht das Gegenteil? „Je näher wir den Göttern kommen, desto schallender wird das Lachen“, hat Sokrates gesagt. Oder war es Platon?
(Timmerberg 2016: 77 f.)

Diese Begegnung mit Nannen war ein Schlüsselerlebnis für Timmerberg und die Lektüre von Hunter S. Thompsons „Fear and Loathing in Las Vegas“ ein weiteres. Thompson gilt als Begründer des sogenannten „Gonzo-Journalism“, welcher in „Fear and Loathing“ geboren wurde, ein Buch, das ursprünglich nicht als Roman sondern als Reportageserie veröffentlich werden sollte. Thompson löst sich dort von der objektiven Beschreibung des Geschehens, setzt das Ich in den Mittelpunkt und vereinigt Reales, Autobiografisches und Fiktives.

Timmerberg ist sich sicher: So und nur so muss man schreiben;

Stell dir vor, die Leser sind deine Freunde, und du sitzt in ihrer Küche und erzählst ihnen, wie es war. Vom bitteren Anfang an. Dass du pleite warst und deshalb den Job angenommen hast. Oder dass dich deine Freundin nervte und du heilfroh warst rauszukommen. Oder dass du dich schon immer mal etwas länger mit Prostituierten sprechen wolltest und der Auftrag dir die Gelegenheit dazu gab. Das Geständnis dieser Art von Motivationen und Lebensumständen bewirkt beim Leser eine gewisse Komplizenschaft, weil es ihm mit seinem Kram ja ähnlich geht. Jeder hat Scheiße an der Backe, und jeder muss raus, um zu jagen, und so gebiert das Ich das Wir-Gefühl.
(Timmerberg 2016: 82)

Der „Stern“ sah das anders und schickte Timmerberg zurück auf die Erde und in die Realität.

Er brauchte also wieder etwas Neues …
 

Einschub: Wie kam Timmerberg überhaupt unter mein Bett?

 
Ja, warum lag Timmerbergs „Die rote Olivetti“ überhaupt da in meinem Zimmer?

Alles begann im Frühling 2016 als ich bei der bekannten wöchentlichen Comedy Sendung „Willkommen Österreich“ live vor Ort war. Die Gäste an jenem Abend: Sängerin Christl Stürmer und … Helge Timmerberg.

Ich kannte den Reisejournalisten und Autor bis dahin noch nicht und erwartete mir nicht viel.

Doch dann kam er ins Studio dieser großgewachsene, schlaksige und für seine damals 66 immer noch sehr gut aussehende Timmerberg. Umgeben von der Aura eines vielgereisten, erfahrenen Mannes, dunkelblond-graue, lange Haare, Falten im Gesicht, brauner Teint und dieses verschmitzte Lächeln, mit dem er Zeit seines Lebens nicht nur zu einer endlosen Zahl an schönen Frauen, sondern auch stets an Geld oder Hilfe in anderer Form kam, wenn er wieder einmal in der Patsche saß.

Sein Lebenslauf faszinierte mich von Anfang an, mit seinem Auftritt bei Stermann und Grissemann, Österreichs bekanntesten Comedians, gewann er mich für sich.

Nicht die Gastgeber waren es, die für die Scherze sorgten und im Mittelpunkt der Sendung standen, nein, Timmerberg riss das Steuer an sich, indem er unterhaltsame Anekdoten aus seinen Reisen großzügig gestikulierend erzählte und die Herren der Sendung praktisch gar nicht mehr zu Wort kommen ließ, auch wenn sie es versuchten.

Klingt unsympathisch, war es aber ganz und gar nicht.

Der Mann hat einfach sauviel erlebt und kann begnadet davon berichten. Sein Charme tut Übriges. Einzige kleine Kritik: Manchmal verliert er sich ZU sehr in den Details. (Wer ihm 15 Minuten zuhören will, kann das hier.)

Als die Sendung zu Ende und der Großteil des Publikums bereits am Weg nach draußen war, saß ich gedankenverloren weiter auf meinem Platz.

„Der Typ hat dich gepackt und genau so ein Leben würdest du auch gerne mal leben, richtig?“, erkannte meine Begleitung ganz exakt, was in meinem Kopf vorging.
 

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Was nach dem „Stern“ kam …

 
Timmerberg und der „Stern“ gingen also getrennte Wege.

Doch schon stand der „Playboy“ vor der Türe. Dann der „Wiener“, dann „Tempo“. Timmerberg konnte sich austoben, der Gonzo-Journalism (oft auch „New-Journalism“ genannt) war auch im deutschen Sprachraum angekommen. Timmerberg schrieb über Zuhälter, Pornos, Taxifahrer und Jugendgangs.

Schließlich schafft er es, sich von den damals im Gold schwimmenden Blättern (alle Werbe-Gelder flossen in die Printmedien, denn Privatsender im Fernsehen gab es noch nicht, vom Internet ganz zu schweigen) Vorschüsse für Reisereportagen bezahlen zu lassen. So fuhr er durch die Welt und finanzierte „jede neue Reise mit der Reportage über die vorausgegangene“ (Timmerberg 2016: 95).

Über das Magazin „Tempo“, mit dem die Gründer des „Wieners“ auch den Deutschen Markt erobern wollten, sagt er:

„Tempo wurde ziemlich schnell für den deutschen Journalismus das, was Tarantino für Hollywood gewesen ist. Neue Erzählweise, neue Moral, neue Generation. Die alte Garde mochte uns nicht. Stern, Zeit, Spiegel und der Rest geißelten uns als unjournalistisch, weil wir subjektiv hassten und liebten; als unsozial, weil sie in uns eine Bande von Hedonisten sahen, die in Fragen des Stils und der Umgangsformen gern auch das Comeback des Adels ausriefen; als unmoralisch, weil wir über Pornos seriöse Filmkritiken schrieben; als unpolitisch, weil wir Modefotografen zu afghanischen Mudschahedin schickten; als unseriös, weil wir mit noch aktiven Bankräubern die Sicherheit von Banken testeten; als unverantwortlich, weil wir zu Drogen keinen Sonntagsreden hielten. Und heute, wirklich aber erst heute, würde ich sagen, dass es nur ein Missverständnis war. Sie verstanden einfach nicht den Humor der zugereisten Blattmacher. Wiener Schmäh traf auf deutsche Ernsthaftigkeit, genauer auf deutsche Journalisten, wie eine Schrotladung. Jede Zeile durchlöcherte irgendeine Regel der Zunft.“
(Timmerberg 2016: 106 f.)

Zum Stichwort „Drogen und Sonntagsreden“: Da habe ich bisher ja tatsächlich – ungewollt – verheimlicht, dass Timmerberg den Drogen nicht abgeneigt ist. Kiffen steht am Tagesprogramm, das Koks rührt er zuerst nicht an, verfällt ihm dann aber doch und merkt die Nebenwirkungen erst, als er Gefühle und Liebe für die Mitmenschen verliert. Er hört damit auf, um es später dann mit dem Extasy zu übertreiben. Er „… ging als Profi in das Extasy hinein und kam als Penner wieder raus.“ (Timmerberg 2016: 207). Es ruinierte ihn, doch auch aus diesem Loch kletterte er mühsam wieder hervor …

Timmerberg ist vor allem eines: zutiefst ehrlich. Und er scheut sich nicht davor, all seine Laster und Fehltritte vor großem Publikum breit auszutreten. Sie haben ihn schließlich zu dem gemacht, was er ist, und ein Mensch wie er scheint nichts von dem, was er getan hat, zu bereuen.

Er ist ein Erfahrungs-Sammler der Extraklasse, dem es egal ist, was man über seine Exzesse als Kiffer, Koksnase oder Extasy-Junk denkt, dem es egal ist, in welchem Licht man seine Eskapaden mit den „Chicas“ auf Kuba sieht.

Ja, Kuba …

Auch dort trieb er sich rum. Auch das kommt im Buch vor. Dort verprasste er als völlig überbezahlter Journalist für die „Bunte“ sein wöchentliches Honorar von 5000 Mark. Ein Tag Arbeit, sechs Tage Urlaub. So verbrachte er ganze zwei Jahre auf der Insel des Rums und des Geschlechtsverkehrs.

„Die Hitze, die Dunkelheit und die Langeweile allein erklären das zwanglose Paarungsverhalten noch nicht. Wahrscheinlich ist es ein Inselphänomen. Weitab von den Geschehnissen auf den Kontinenten entwickelten oder hielten sich weltweit auf den Inseln die merkwürdigsten Auswürfe der Evolution. Drachen überlebten auf den Galapagos, boxende Beuteltiere hüpfen durch Australien, und auf Kuba wird halt rudelgefickt. Zudem kann man über Castro sagen, was man will, aber dass er durch die Entmachtung der Kirche auch deren Sexmoral mit in das Karibische Meer kippte, war eine gottgefällige Tat. Wenn Gott keinen Sex wollte, dann hätte er keinen erfunden.“
(Timmerberg 2016: 175 f.)

Wie gesagt, Timmerberg nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Kuba ist für meinen Geschmack aber zu lang geraten. Ganze fünf Kapitel widmet er den Liebhaberinnen, die er dort hatte. Daher die Kapitelnamen „Marlene“, „Adrenalina“, „Ana“, „Angelina“ und „Tatiana“ (Auf „Tatiana“ folgt übrigens „Absturz“ – KEIN Mädchenname).

Hier prahlt er mir streckenweise zu sehr mit seinen „Eroberungen“. Die Hälfte hätte genügt und er vergisst darauf, kritisch zu beleuchten, wie paradiesisch dieses Kuba für seine „Chicas“ selbst wirklich ist. Er verteidigt sich pro forma, indem er behauptet, in seinen zwei Jahren auf der Insel mit den „Bunte“-Honoraren den Kommunismus auf Kuba unterstützt zu haben. Und zwar in Form von Mädchen. „Chicas verbrauchen … Männer wie Grundnahrungsmittel. Natürlich hätte ich auch Kindern helfen können oder Greisen, aber hilft man der Chica, hilft man der ganzen Familie.“ (Timmerberg 2016: 144).

So ganz schlau wurde ich aus seinen Schilderungen der Erlebnisse mit den kubanischen Göttinnen sowieso nicht. Einerseits ist er sich bewusst, dass ein Tourist dort Sex nie ohne Gegenleistung bekommt, auch wenn diese nicht immer Cash sein muss. Andererseits berichtet er von Chicas, die sich in ihn verliebten. Überschätzt er sich hier und kapiert nicht, dass er ihnen selbst – wie Tausende von Sex-Touristen – nur auf den Leim gegangen ist? – Möglich. Lohnt es sich, länger darüber nachzudenken? – Nein … Das Buch hat wie berichtet Besseres zu bieten als die Kuba-Episoden.
 

Aristoteles, Montaigne, Suzuki und … Timmerberg

 
Was macht ein kiffender, protziger, dekadenter Weltenbummler mit Schreibmaschine (namens „rote Olivetti“, daher der Titel des Buches) unterm Arm auf einem Blog, in dem es um Philosophinnen und Philosophen, Literatinnen und Literaten sowie Denkerinnen und Denker gehen soll? Passt Timmerberg hier her?

Ja, und zwar aus fünf Gründen:

Erstens waren nicht wenige derer, die uns großartige Gedanken hinterlassen haben, sei es in der Wissenschaft oder der Kunst, ebenfalls dekadent und/oder protzig. Und gekifft haben einige davon auch.

Zweitens ist Timmerberg ein Gedankennomade par excellence, denn er war Zeit seines Lebens unterwegs, um neue Erfahrungen zu machen, neue Herausforderungen anzunehmen und die Erkenntnisse aus all seinen Wegen und Irrwegen zu reflektieren.

Drittens geht es hier im Blog auch um das Schreiben. Und Timmerberg hat Ahnung vom Schreiben. Gute Ahnung vom Schreiben. Seine Texte sind ein Mix aus Bericht und Fiktion mit einer deftigen Portion unaufdringlichen Humors gepaart mit dem Stilmittel der Übertreibung und dem sympathischen Zug der ungeschönten Ehrlichkeit. Auch in Interviews gibt er sich so: Man weiß nie genau, wieviel er wirklich erlebt hat und was er dazuerfindet. Und er spielt mit dieser Unwissenheit seiner Zuhörer. Das macht ihn zum Journalisten und Märchenerzähler zugleich. Timmerberg schreibt nicht nur gut, er schreibt auch gut über das Schreiben (was nicht heißt, dass ich seine Beschreibung des Schreibens ohne Abstriche unterschreiben würde):

„Wer sich einbildet, vorher zu wissen, was, wie und in welcher Reihenfolge in seinem Text passieren wird, versteht vom Schreiben so viel wie ein Pauschalurlauber vom Abenteuer. Auch Schreiben ist eine Reise, und die Überraschungen lauern immer im Hier und Jetzt. Wenn subversive Ideen wie Vögel dahergeflattert kommen und die geplanten Wege plötzlich unvorhergesehene Wendungen nehmen, sollte man ihnen beherzt folgen, statt auf Konzepttreue zu bestehen. Konzepte werden von der Vernunft diktiert, Einfälle vom Unterbewusstsein. Und dreimal dürfen wir raten, was spannender ist. Und fließender. Egal, welchen Autoren wir zu fassen kriegen: Wenn wir ihn fragen, wo er gerade am liebsten wäre, muss er sagen: im Schreibfluss. Brustschwimmen, Kraulen, Tauchen oder Auf-dem-Rücken-treiben-Lassen, alles ist möglich in diesem Fluss – und alles unmöglich, solange wir an seinem Ufer hocken bleiben, damit unser Textkonzept nicht nass wird oder gar ersäuft. Nein, es muss ersaufen. Und wenn das nicht von selbst passiert, muss es ersäuft werden. Oder plattgekifft. Denn noch besser als der Schreibfluss ist die Schreibtrance. Dann singen die Musen und die Englein zupfen auf der Harfe dazu. Die Quelle des Schreibflusses sprudelt im Unterbewusstsein, die der Schreibtrance im Überbewusstsein. Oder Übersinnlichen. Wenn du plötzlich weißt, was vorher nur der Kosmos gewusst hat, kommen die Worte von oben herab in dein Schreiberhirn, und viel anders wird es bei Mohammed auch nicht gewesen sein. Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, was der alles angestellt hat, um den Koran auf die Reihe zu kriegen?“
(Timmerberg 2016: 121)

Grund vier für Timmerberg am Gedankennomaden-Blog? – Er hat eine Geschichte zu erzählen und jede Geschichte lässt uns die Welt aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Je mehr wir davon kennen desto besser. Desto schärfer wird unser Blick auf das Gesamte und unser Verständnis des Gesamten, auch wenn wir in beidem natürlich nie Perfektion erreichen. Ein Timmerberg kann dem ein oder anderen mehr verschlossene Türen der Erkenntnis öffnen als ein Platon mit all seinen hochphilosophischen Dialogen zusammen, davon bin ich überzeugt.

Der fünfte Grund warum Timmerberg am Gedankennomaden-Blog vorkommen darf, lässt mich erkennen, dass es eigentlich überflüssig ist, hier von Gründen zu sprechen. Denn „Grund“ fünf lautet: Ich will mich hier austoben und tun und lassen, was ich will!
 
 
 
Kanntest du Helge Timmerberg bereits? Hast du „Die rote Olivetti“ gelesen? Oder andere seiner Bücher? Könntest du dir ein Leben wie das von Timmerberg vorstellen? Ist der Gonzo-Journalism eine Kunstform, mit der du etwas anfangen kannst? Liest du ein bestimmtes Magazin besonders gerne? Hast du eines abonniert? Wenn ja – welches und weshalb? Ist dir Timmerberg sympathisch oder unsympathisch?

Bitte hinterlasse deine Meinung, deine Anmerkungen oder deine Kritik in den Kommentaren.

Ich würde mich sehr darüber freuen!
 
 
 
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Vielen Dank!
 
Helge Timmerberg
Foto: rawpixel.com

Blogartikel veröffentlicht am 8.5.2017

Quelle: Timmerberg, Helge (2016): Die rote Olivetti. Mein ziemlich wildes Leben zwischen Bielefeld, Havanna und dem Himalaja. München/Berlin: Piper.
 
 
 
Die rote Olivetti: Mein ziemlich wildes Leben zwischen Bielefeld, Havanna und dem Himalaja (*)
 

7 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Der hat ja ein Leben wie ich! 🙂
    Nur dass mich niemand dafür bezahlt.

  2. Endlich mal ein Buch das ich auch schon gelesen habe ;-))) Ein echter Typ der Helge!

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