Sprachen lernen mit Birkenbihl und Assimil

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Meine ersten Erfahrungen mit Rumänisch, Birkenbihl und Assimil

 
Sprachen-Lernen war immer schon mein Ding.

So wie andere Sudokus oder Kreuzworträtsel lösen, entschlüssle ich am liebsten die viel umfassenderen und komplexeren Rätsel Fremdsprachen.

In der Schule hatten es mir Englisch, Latein und vor allem Französisch angetan, letzteres durfte ich in meinen drei Jahren in Frankreich dann auch noch perfektionieren.

Als ich diesen Sommer meinen neuen Vertrag hier in Rumänien unterschrieb, war mir klar:

Rumänisch knüpfe ich mir als nächstes vor.
 

Woher kommt die Motivation?

 
Ich denke, es ist eine Mischung aus Begabung, Neugierde, Faszination und Belohnung;

Begabung: Ich bin leider kein Sprachengenie, habe aber definitiv mehr Gefühl für die versteckten Mechanismen hinter Worten als für die logischen Verknüpfungen von Zahlen in der Mathematik oder Statistik.

Neugierde: Sprachen wollen mir einfach nicht langweilig werden. Unbekannte Vokabeln möchte ich sofort nachschlagen, seltsame grammatische Kombinationen unbedingt verstehen. Sprachen sind spannend für mich und das Beste am Sprachen-Lernen: Man kann immer NOCH besser werden, wenn man neugierig bleibt.

Faszination: Fasziniert hat mich an Sprachen seit jeher zweierlei:
Erstens: Es gibt viele Tausende von ihnen, die teilweise völlig unterschiedlich sind, dann irgendwo aber doch auch wieder Gemeinsamkeiten haben.
Diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten näher zu erforschen, ist aufregend.
Zweitens: Menschen, die spielend von einer Sprache in eine andere wechseln, vier, fünf, manchmal sogar sechs Sprachen fließend beherrschen, begeisterten mich immer schon. Ein Ziel von mir war es stets, auch einmal so einer zu werden …

Belohnung: Die Sprache des Landes, in dem man sich befindet, gut zu sprechen, erleichtert einem das Leben in jedem Bereich und allein das ist Belohnung genug. Eine Fremdsprache zu lernen gleicht jedoch – wie wir alle wissen – einem Großprojekt. Wie bei jedem solchem Projekt, ist die Belohnung, die man für jedes neu erklommene Plateau, für jedes Zwischenziel, bekommt, eine extrem süße.
Unser Gehirn schüttet Unmengen an Dopamin aus (vgl. Birkenbihl 2017: 31), wenn es zum Beispiel zum ersten Mal gelingt, im neuen Land dem Gespräch zweier Menschen zu folgen.
Eine weitere Belohnung ist die Freude der Muttersprachler, wenn sie sehen, dass man an ihrer Sprache interessiert ist, dass man bemüht ist, sie zu lernen.
Wer also die Belohnung für die Anstrengung sehen kann oder schon bereits einmal erlebt hat, tut sich leichter, sich immer wieder einmal in einer neuen Sprache zu versuchen …
 

Sprachen lernen mit Birkenbihl und Assimil

 
Zurück zum Start: Ich unterschrieb also meinen neuen Vertrag.

Von Anfang August 2017 bis Ende April 2018 würde ich in Rumänien sein.

Neun Monate.

Nicht gerade viel Zeit um eine Sprache zu erlernen, in der ich bis dahin kein einziges Wort kannte.

ABER: Eine spannende Herausforderung und eine großartige Chance!

Denn eines ist klar: Will man in einer Fremdsprache wirklich gut werden, muss man zumindest ein paar Monate in ein Land, in dem sie gesprochen wird. Einzige Ausnahme ist hier meiner Meinung das heute überall gegenwärtige Englisch.

Ich bekam also die Chance, neun Monate in Rumänien zu sein. Und ich wollte sie nutzen, um neben Deutsch, Englisch und Französisch Sprache Nummer 4 zu lernen.
 

Birkenbihl am Bahnhof …

 
Lustigerweise stolperte ich eine Woche vor meiner Abreise in den Osten über die Frau Birkenbihl.

Über die Frau Birkenbihl in Buchform wohlgemerkt, denn die gute Dame ist leider 2011 verstorben.

Ruhe sie in Frieden …

Ich kannte sie bis dahin nicht. Nie etwas von ihr gehört.

Ich wandle also durch die Buchhandlung am Linzer Hauptbahnhof und dann liegt da dieses Buch: „Sprachenlernen leichtgemacht!“.

Was mir besonders ins Auge stach am Cover – „38. Auflage“.

„Müssen schon ein paar Leute gelesen haben.“, dachte ich mir.

Ich schnupperte kurz hinein, einen Moment später trug ich es bereits aus der Buchhandlung. (Legal erworben, wohlgemerkt!)

Und als ich es mir zuhause zu Gemüte führte, war mir klar: „SO und nicht anders wage ich mich an Rumänisch!“.
 

Die vier Schritte der Birkenbihl-Methode:

 
Vera F. Birkenbihl forschte ihr Leben lang zum Thema Lernen. Einer ihrer Hauptbereiche war das Sprachen-Lernen. Sie wollte weg von der klassischen Methode mit Vokabel- und Grammatik-Pauken hin zu einem „gehirngerechten“, natürlichen Lernen, wie es Kleinkinder intuitiv tun, wenn sie sich im frühen Alter ihre Muttersprache aneignen.

Dazu entwickelte sie ein vierstufiges Programm;

Schritt 1: Dekodieren

Die Birkenbihl-Methode nimmt beliebige Texte als Ausgangspunkt. Am besten eignen sich natürlich die aufbauenden Lektionstexte eines Sprachkurses, man kann sich aber auch im Internet einfach verschiedenste Texte in der Zielsprache suchen und mit diesen arbeiten. Einzige Voraussetzung: Du benötigst darüber hinaus auch eine gesprochene Aufnahme des Textes.

Wir haben dann also so einen Text ausgedruckt vor uns;

Nun übersetzen wir diesen Wort für Wort und schreiben das deutsche Wort jeweils unter das bis dato unbekannte Wort der Fremdsprache.

Sieht dann in etwa so aus:

WHAT  ARE  YOU  UP   TO?
WAS    BIST   DU   AUF  ZU?

Ja! Das, wofür uns unsere Englischlehrerin oder unser Englischlehrer damals den Kopf ausgerissen hätte, ist hier erwünscht.

Warum? – Laut Vera Birkenbihl ist dies einerseits die natürliche Methode, wie sich Kinder Sprachen aneignen, wenn man ihnen keine Vorgabe macht. Und andererseits lernen wir so die Tiefenstrukturen der Fremdsprache kennen.

Deshalb nennt sich dieser erste Lernschritt auch „Dekodieren“;

Indem wir Wort für Wort übersetzen, entziffern wir den versteckten Code der Fremdsprache. Ein „What are you up to?“ speichern wir dann nicht – wie in allen klassischen Lehrbüchern vorgeschlagen – unter „Was treibst du?“ ab, sondern ganz wörtlich unter „Was bist du auf zu?“.

Dadurch lernen wir von Anfang an, dass sich die Engländerin oder der Amerikaner eben auf genau DIESE Art und Weise danach erkundigt, was ein anderer gerade tut. Wir müssen dann später nicht mehr den altbekannten Umweg machen, verschiedenste Formulierungsmöglichkeiten im Geiste durchzuprobieren, wenn wir jemanden auf Englisch fragen wollen „Was treibst du?“. Möglichkeiten, die meist alle falsch sind („What do you?, „What make you?“, …).

Für den ein oder andren mag dies nun eigenartig klingen. Für mich persönlich war es aber unmittelbar einleuchtend, auch weil ich mich sofort an eine meiner ersten Französisch-Stunden erinnerte, in der wir die Phrase „Qu’est-ce que c’est?“ (= „Was ist das?“) lernten.

Ich fand es höchst eigenartig, dass die Franzosen so eine lange Wortwurst mit zwei Apostrophen brauchen, um „Was ist das?“ zu sagen. Und ganz unbewusst übersetzte ich den französischen Satz nach Schritt 1 der Birkenbihl-Methode;

QU‘  EST – CE  QUE    C‘      EST?
WAS IST  DIES DASS   DIES   IST?

Ich speicherte also für mich ab, dass der Franzose nicht „Was ist das?“ sondern „Was ist dies was dies ist?“ sagt. Und nie wieder musste ich auch nur eine Hundertstelsekunde zögern, wenn ich auf Französisch sinngemäß „Was ist das?“ fragen wollte. Ich sagte an dieser Stelle ganz einfach immer „Was ist dies dass dies ist?“. Und schon bald ging es in Fleisch und Blut über …

Schritt 2: Hören aktiv

Im zweiten Schritt hört man den Text nun in der Fremdsprache und liest die deutsche „Pseudo-Übersetzung“ Wort für Wort mit. Dabei stellt man sich den Inhalt des Textes/des Dialoges vor.

Das macht man so lange, bis man den Text auch ohne die deutsche Wort-für-Wort-Übersetzung versteht. So lange, bis alles vertraut klingt.

Was das bringt? – Man lernt die Wörter des Textes IN EINEM SINNVOLLEN ZUSAMMENHANG und nicht vereinzelt und alleinstehend, wie wenn man sie mit einer Vokabelliste paukt (vgl. Birkenbihl 2017: 30 f.).

Man speichert die Wörter und Phrasen darüber hinaus parallel ab; Man hört (um Frau Birkenbihls Lieblingsbeispiel zu nennen) „table“ und liest gleichzeitig „Tisch“. Dadurch braucht das Gehirn später nicht mehr zu überlegen, wenn es „Tisch“ ins Englische übersetzen will. Es ist kein Schritt mehr von „Tisch“ zu „table“ oder von „table“ zu „Tisch“ nötig. Die Übersetzung läuft ganz einfach parallel ab.

Schritt 3: Hören passiv

Der einfachste Schritt der Birkenbihl-Methode;

Man tut nichts anderes, als den Text im Hintergrund leise laufen zu lassen, während man die Wohnung putzt, Zeitung liest, das Mittagessen kocht oder seine abendliche Schönheits-Routine durchführt. (Auch bei mir läuft gerade der aktuelle Lektionstext im Hintergrund, während ich dies tippe …)

Dieser Schritt „ahmt den Teil unserer Kindheit nach, in dem wir von unserer Muttersprache umgeben waren“ (Birkenbihl 2017: 31 f.). Dadurch gewöhnen wir uns unterbewusst an die Aussprache und bereiten uns auf das Sprechen vor.

Schritt 4: Lernaktivitäten

Erst im Schritt 4 passiert all das, was man in der Schule macht, nur dass man bereits in ganz anderem und besserem Maße dafür gerüstet ist;

Diktate, Chor-Sprechen, Lückentexte, Rollenspiele, Listen-Anlegen, Rezitieren und vieles mehr.

Das Buch „Sprachenlernen leichtgemacht!“ nennt Dutzende Anregungen und Möglichkeiten für diesen vierten und letzten Schritt.
 

That’s it

 
Das ist es auch schon wieder, das ganze Geheimnis der Birkenbihl-Methode.

„In diesem kurzen Video“ erklärt Vera Birkenbihl höchstpersönlich in vier Minuten noch einmal kurz und prägnant, worauf es ankommt. Sieh es dir als Ergänzung unbedingt auch noch an! (Achtung: Die Dame war eine sehr schillernde, gewöhnungsbedürftige Erscheinung. „A character“, wie der Ami sagen würde! Ich persönlich höre ihr sehr gerne zu.)
 

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Zu Birkenbihl gesellt sich Assimil

 
Offizielle Birkenbihl-Kurse gibt es nur in den „populären“ Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, …), die Methode lässt sich aber auf jede Fremdsprache anwenden. Wie bereits gesagt – alles, was man braucht, sind Texte auf Papier und die gesprochene Version dazu.

Vera Birkenbihl selbst empfiehlt vor allem die „Assimil-Kurse“ als Vorlage für jene Sprachen, die noch nicht in ihrer Serie erschienen sind.

Ich folgte ihrem Vorschlag und legte mir den Assimil-Kurs für Rumänisch zu.

Das kleine und kompakte aber sehr umfangreiche Büchlein begleitet von top Audio-Material fand ich von Anfang an praktisch und sympathisch.

Assimil verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Vera Birkenbihl. Auch die Assimil-Kurse setzen auf intuitives Sprachen-Lernen ohne Vokabel-Pauken oder mühsame Grammatik-Lektionen. Ebenso kommt die Wort-für-Wort-Übersetzung hier vor, wenn auch nicht in dem gleichen Ausmaß wie bei Birkenbihl.

Als Ausgangsmaterial, auf das die Birkenbihl-Methode dann angewendet wird, finde ich den Assimil-Kurs perfekt, darüber hinaus eignen sich bestimmte Details von Assimil hervorragend, um die Birkenbihl-Methode zu ergänzen.
 

Drei Monate Birkenbihl und Assimil …

 
Ich hatte in meinem Vertrag die Möglichkeit verankert, hier einen bezahlten Rumänisch-Kurs zu bekommen.

Die Birkenbihl-Methode fand ich dann aber so spannend, dass ich auf dieses Angebot verzichtete, um herauszufinden, wie gut dieser alternative Weg funktioniert.

Ich muss sagen, dass ich in den über drei Monaten, die ich nun damit lerne, ziemlich brav und regelmäßig den Schritten der Birkenbihl-Methode gefolgt bin.

Wo stehe ich nun?

Hm … Gar nicht so leicht zu sagen …

Eigentlich bin ich noch gar nicht zufrieden.

Das könnte aber auch an meinen hohen Ansprüchen liegen.

Es ist wohl auch noch zu früh, eine abschließende Bilanz zu ziehen.

Daher will ich es vorerst bei einzelnen Schlüssen belassen …
 

Schlüsse …

 
1. Die Birkenbihl-Methode macht Spaß!

Ja, auf jeden Fall.

Ich freue mich immer wieder, wenn ich mich hinsetzen kann, um Rumänisch zu lernen.

Das Dekodieren ist lustig und interessant, weil man jedes Mal neue Strukturen der Sprache entdeckt.

Auch Schritt 2, das Aktiv-Hören, ist mehr eine Spielerei (eine sinnvolle!) als striktes Lernen.

Schritt 3, das Passiv-Hören, ist sowieso kein Aufwand und auch Schritt 4, in dem ich vor allem das Chor-Sprechen, das Diktat und den Lückentext praktiziere, ist keine Anstrengung für mich.

Ich lernte immer schon gern Sprachen, ja, aber wenn das klassische, sture Vokabel-Pauken wegfällt, ist es ein noch größerer Genuss.

2. Der Fokus auf den Text macht Sinn

Auch in herkömmlichen Sprachkursen gibt es den Lektions-Text oder Lektions-Dialog. Oft wird er aber nur als einer von vielen Inhalten der Lektion präsentiert. Ich erinnere mich an letztes Jahr, als ich mit der „Babbel-App“ ein bisschen Holländisch lernte. Dort ist der Text der letzte Teil einer Lektion und meist hört man ihn sich nur einmal an und das wars.

Bei Birkenbihl ist das anders. Hier liegt der Fokus voll am Text und das ist gut so. Unser Gehirn merkt sich Wortfolgen und Verknüpfungen sehr gut. Im Dialog/Text wird die Sprache so verwendet, wie wir sie dann später auch anwenden. Wir speichern also von Anfang an Phrasen oder Halbsätze ab, so wie sie grammatikalisch richtig sind. Beim klassischen Sprachen-Lernen hingegen lernen wir einzelne Wörter und dann lernen wir Grammatikregeln. Und am Ende versuchen wir mit den Inhalten aus diesen beiden Werkzeugkästen Sätze zu bilden, in denen wir die Wörter in der richtigen Form verwenden und auf die Grammatik achten müssen. Kein Wunder, dass wir im Gespräch mit Muttersprachlern dann nur ein klägliches Stammeln zusammenbringen …

Dieser Fokus auf den Lektions-Text ist eine große Stärke von Birkenbihl. Wir dekodieren ihn, wir hören ihn aktiv, wir hören ihn passiv und schließlich verwenden wir ihn auf verschiedenste Weise in Übungen. Mir waren die einzelnen Lektions-Texte eines Sprachkurses noch nie so vertraut, wie es diese rumänischen nun sind. Und davon profitiert man definitiv.

3. Man lernt automatisch eine gute Aussprache

Ich habe das Gefühl – und meine rumänischen Mannschaftskollegen bestätigen es –, dass ich durch die Schritte 2-3 die rumänische Aussprache gut hinbekomme. Natürlich nicht akzentfrei aber für einen Anfänger doch ziemlich gut.

Darüber hinaus war gerade dieser Bereich nie meine große Stärke bei den Sprachen. Ich konnte zwar immer gut Vokabeln behalten und hatte stets ein gutes Gefühl für die Grammatik, viele Klassenkolleginnen und -kollegen waren aber meist besser als ich in der möglichst akzentfreien Wiedergabe des Gelernten.

Auch hier sehe ich also die Birkenbihl-Methode punkten.

4. Kein Wunder-Ding …

Ich glaube, dass die Birkenbihl-Methode tatsächlich eine gute ist. Die spielerische und intuitive Aneignung der Sprache funktioniert und genau das ist ihre große Stärke.

Sie ist aber dennoch nicht das Zaubermittel, dass ich mir erwartet habe.

Anfangs dachte ich tatsächlich, dass sie der Schlüssel sei, um in ein, zwei Jahren eine Hand voll Fremdsprachen mehr zu beherrschen.

So ist es aber leider nicht.

Ich sehe Vorteile in ihr aber auch Probleme …

5. Wirklich ganz ohne Grammatik?

Ich traue unserem Hirn ja auch viel zu. Und ja, die Regeln der eigenen Muttersprache lernen wir tatsächlich intuitiv und kinderleicht.

Dennoch habe ich in den drei Monaten gesehen, dass ich persönlich schneller weiterkomme, wenn ich ab und zu einen Blick in die Grammatik werfe. Das ist meist keine aufwändige oder mühsame Beschäftigung mit den Regeln der neuen Sprache. Mehr eine kurze Info, die mir Fragen beantwortet oder Vermutungen bestätigt. Und dann mache ich wieder ohne sie weiter …

Überhaupt bin ich der Meinung, dass man beim Sprachen-Lernen verschiedene Methoden mixen sollte. Diese Erfahrung habe ich schon bei Französisch gemacht. Und auch jetzt wird sie mir wieder bestätigt.

Birkenbihl ist toll. Aber Birkenbihl in Kombination mit Assimil und weiteren anderen Methoden ist noch viel toller!

6. Ohne sprechen im Alltag kannst du auch Birkenbihl vergessen …

Mein Hauptproblem in Sachen Fortschritt ist, dass ich mein Rumänisch kaum verwende. Bei nur vier Rumänen im Team, die alle hervorragend Englisch sprechen, und einem Alltag, in dem ich nur selten mit Einheimischen in Berührung komme, bin ich leider kaum auf das bereits Gelernte angewiesen.

Doch nur so käme man wirklich weiter.

Ich muss also in den nächsten Wochen und Monaten vor allem eines tun: Wege finden, um mit Muttersprachlern ins Gespräch zu kommen …
 
 
 
Wie gesagt, sind dies nur erste Gedanken.

Vielleicht mache ich auch nicht alles richtig. Vielleicht müsste ich noch mehr aktiv oder passiv hören, vielleicht dekodiere ich nicht ganz so, wie sich dass Frau Birkenbihl gewünscht hätte …

Jedenfalls werde ich weiter dranbleiben und Ende April in einem zweiten Teil noch einmal berichten.

Nach den neun Monaten ist dann sicher auch schon ein richtiges und aussagekräftigeres Resümee drinnen.
 
 
 
Kannst du dir vorstellen, mit Hilfe der Birkenbihl-Methode zu lernen? Hast du es bereits probiert? Kennst du noch andere alternative Wege, sich einer Fremdsprache zu nähern? Welche Sprachen sprichst du und was fasziniert dich am Sprachen-Lernen? Oder bist du eher ein Fremdsprachen-Muffel?

Hinterlasse mir deine Gedanken in den Kommentaren, ich würde mich sehr darüber freuen.
 
 
 
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Vielen Dank!
 
Sprachen lernen mit Birkenbihl und Assimil
Foto: Sabrina Ellul
 
Blogartikel veröffentlicht am: 6.12.2017
 
Quelle: Birkenbihl, Vera F. (2017): Sprachenlernen leichtgemacht! Die Birkenbihl-Methode, Fremdsprachen zu lernen. München: mvg Verlag.
 
 
 
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4 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Ich teile dieses Interesse an Sprachen über den praktischen Nutzen hinaus. Die grammatikalische Struktur wie einen Code zu entschlüsseln, ist eine schöne Herausforderung. Außerdem ist es interessant, zu sehen, wie komplett anders man Grammatik auch denken kann (zB Sprachen ohne Artikel oder der am Ende des Wortes angehängte Artikel wie im Rumänischen).

    Was machst Du denn in Rumänien und wo bist Du?
    ich habe mal ein Jahr in Targu Mures gewohnt, und es war eine wunderbare Erfahrung. Von all den Ländern, in denen ich in Europa gelebt habe, war es das herzlichste und freundlichste, und ich bin richtig schnell „reingekommen“. Über mangelnden Kontakt musste ich mich also nicht beklagen. Ich fand es auch kulturell und intellektuell ein sehr anregendes Land.
    Rumänisch gelernt habe ich trotzdem nicht viel, weil fast jeder Rumäne sehr gut Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch sprach.

    Ich habe gute Erfahrungen mit den Assimil-Büchern gemacht. Leider gab es damals den Band für Rumänisch nicht nicht, aber für meinen nächsten längeren Rumänien-Aufenthalt werde ich ihn nutzen und mir das als nächste sprachliche Herausforderung vornehmen.
    Wem die Assimil-Bücher mit 99 Euro zu teuer erscheinen, dem kann man empfehlen, sich nur das Buch ohne CDs für 22 Euro zu kaufen. Wenn man im Land lebt, bekommt man die Aussprache ja auch so ganz gut mit. Insbesondere bei Sprachen mit ganz regelmäßiger Aussprache wie Italienisch oder Spanisch kann man sich die 70 Euro für die CDs locker sparen.

    Viel Spaß noch in Rumänien!

    • von Gedankennomade

      Lieber Andreas,
      Danke für deinen Kommentar.
      Ich spiele hier professionell Volleyball für den Verein LMV Tricolorul Ploiesti.
      Ploiesti ist eine 200 000 Einwohner Arbeiter-Stadt 60 Kilometer nördlich von Bukarest. Ist vor allem für seine Petroleum-Industrie bekannt, hier wurde und wird viel Öl abgebaut.
      Ich habe nicht gesagt, dass die Rumänen daran schuld wären, dass ich mein Anfänger-Rumänisch nicht sehr oft verwenden kann. Eher mein Tagesablauf und mein Job.
      Ich kann bisher auch nichts Schlechtes über das Land sagen. Klar ist es was anderes als West- oder MItteleuropa. Die Menschen haben noch nicht den gleich hohen Lebensstandard wie wir, die Häuser und Straßen sind nicht so schön und sauber, wie man es von Österreich oder Deutschland kennt und Straßenhunde sowie Pferdekutschen sieht man bei uns in den Städten auch nicht mehr …
      Ich hätte gerne mehr Zeit, um auch die wunderschöne Landschaft kennenzulernen.
      Bei den Fremdsprachen-Kenntnissen der Rumänen würde ich dir nicht ganz recht geben. Mein Gefühl bisher ist, dass die gebildeteren Menschen mehr und besser Englisch oder Französisch sprechen, als es die selbe Schicht in Österreich tut. Das ist teilweise sehr beeindruckend, vor allem bei Studenten. Hier in Ploiesti allerdings – eher eine Arbeiterstadt wie gesagt – ist das Englisch von sehr vielen Menschen aber eher bescheiden oder gar nicht vorhanden. – Oder sie wollen mir gegenüber damit nicht rausrücken, kann ja auch sein …
      Du hast schon recht, dass man die Audio-CDs auch weglassen kann. Für die Birkenbihl-Methode aber auf keinen Fall und überhapt würde ich persönlich NUR NOCH MIT Audio-Material lernen.
      Habe mich selbst auch mal in Spanisch versucht mit dem Assimil-Büchlein und ohne Audio. Da ging mir aber definitiv etwas ab!
      Noch einmal danke für deinen informativen Kommentar und bis bald!

      • Ah, nach Ploiesti kam ich während meines Jahres in Rumänien gar nicht. Ich hoffe, dass Du mal ein paar Wochen frei hast, um Dir all die verschiedenen Landstriche anzusehen. Die Berge bei Brasov sind wunderschön und Schloss Peles ein bezaubernder Ort. Überhaupt ganz Transilvanien/Siebenbürgen (wo überraschend viele Menschen sehr gut Deutsch sprechen). In Baile Tusnad habe ich sogar mal einen Bären im Wald gesehen, das war ein wirklich berührendes Erlebnis.
        Auf jeden Fall noch viel Spaß in Rumänien und viel Erfolg in der Volleyball-Liga!

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